Kurz gesagt: Wer einen Dickert Handsender sucht, muss drei Dinge wissen: die Frequenz (27,015, 40,685, 433,92 oder 868,3 MHz), die Codierung (DIP-Schalter, LinearCode oder KeeLoq-Rolling-Code) und die Tastenzahl. Alles steht auf dem Typenschild, etwa S10-433A1L00 oder MAHS40-01, bei alten Sendern auf dem Quarz der Platine. Sender mit Codierschalter übernehmen einfach die Stellung eines vorhandenen Senders; KeeLoq-Sender werden über die Lerntaste am Empfänger eingelernt. 18 Dickert-Modelle mit 433 und 868 MHz lassen sich außerdem auf 1Control WHY kopieren oder mit 1Control SOLO aufs Smartphone legen; für die 27- und 40-MHz-Sender ist 1Control QZERO vorgesehen.
Dickert Electronic aus Cölbe-Schönstadt bei Marburg baut Handsender, Funkempfänger und Torsteuerungen, die an Toren vieler Antriebshersteller arbeiten. Entsprechend groß ist die Modellvielfalt: Der Katalog von 1Control führt 44 Dickert-Sender. Dieser Ratgeber hilft, den eigenen zu bestimmen, den passenden Ersatz zu finden und ihn in Betrieb zu nehmen. Grundlage sind die technischen Informationen von Dickert zum Einlernen, Programmieranleitungen von Fachbetrieben und die Modellübersichten von Fachhändlern (Stand: Oktober 2026).
Welchen Dickert Handsender haben Sie?
Öffnen Sie das Batteriefach und lesen Sie das Typenschild. Bei den aktuellen Serien S5, S10 und S20 verrät die Bezeichnung fast alles: Die Zahl nach dem Bindestrich ist die Frequenz (433 oder 868), danach folgen Tastenzahl und ein Buchstabe für die Codierung. Bei Händlern steht K für KeeLoq, also Rolling Code, und L für LinearCode beziehungsweise Codierschalter. Bei den alten Sendern AHS 27 und AHS 40 ist die Frequenz auf den Quarz der Platine gedruckt: 27,015 oder 40,685 MHz.
| Serie (Modelle im 1Control-Katalog) | Frequenz | Codierung | Was tun |
|---|---|---|---|
| S5, S10, S20 mit L: S5-433-AL, S5-868-AL, S10-433-AL, S10 AL (433 und 868), S20-433-AL, S20-868-AL | 433,92 / 868,3 MHz | Festcode | Kopie mit WHY oder SOLO |
| S5, S10, S20 mit K: S5-433-AK, S10-433-AK, S20-433-AK, S20-868-AK | 433,92 / 868,3 MHz | Rolling Code (KeeLoq) | Kopie mit WHY oder SOLO, danach Freigabe am Empfänger |
| HS-868, HS-868 GREY, HS-868-21 | 868,3 MHz | Festcode; HS-868-21 laut Katalog Rolling Code | Kopie mit WHY oder SOLO |
| MAHS433, IAMS 433, IS-433, IS-868 | 433,92 / 868,3 MHz | Festcode | Kopie mit WHY oder SOLO |
| AHS40-01 bis -04, MAHS40-01, MAHS40-04, FHS10, FHS20 | 40,685 MHz | Festcode | DIP-Stellung übernehmen; Kopie: QZERO prüfen |
| AHS27-01 bis -04, MAHS27-01, MAHS27-04 | 27,015 MHz | Festcode | DIP-Stellung übernehmen; Kopie: QZERO prüfen |
Nicht im Katalog stehen unter anderem der S5-868-AK und die neuesten Dickert-Sender mit schwarzen Tasten und Quick-Learn-Funktion wie S5Q und S8Q. Für sie gilt: Ersatz nach Typenschild beim Fachhandel, Anlernen nach der Anleitung des Empfängers, und vor einem Kopierversuch beim 1Control-Support nachfragen.
Den passenden Ersatz kaufen: worauf es ankommt
Bei Dickert gibt es keinen „einen“ Handsender, und gerade deshalb landen viele beim falschen. Prüfen Sie vor dem Kauf vier Punkte:
- Frequenz: Sie muss exakt stimmen. Ein 433-MHz-Sender funktioniert nie an einem 868-MHz-Empfänger, ein 40-MHz-Sender nie an einem 27-MHz-Empfänger.
- Codierung: Ein KeeLoq-Sender (K) passt nicht zu einer Anlage, die mit Codierschalter arbeitet, und umgekehrt. Steht im alten Sender eine Reihe aus zehn kleinen Schaltern, ist es eine DIP-Anlage.
- Tastenzahl: Ein-, Zwei- und Viertastenmodelle gibt es in fast jeder Serie. Mehr Tasten schaden nicht, wenn die Anlage mehrere Kanäle hat, etwa Tor und Gehtür.
- Bauform: Dickert baut Standard- und Mini-Sender (der MAHS40-04 etwa ist ein Mini-Sender). Für die Funktion zählt nicht das Gehäuse, sondern Frequenz und Codierung.
Die alten Frequenzen 27,015 und 40,685 MHz werden nach Händlerangaben fast nur noch als Ersatz für vorhandene Anlagen geliefert; den AHS40-04 etwa produziert Dickert laut Händlern nicht mehr. Im Netz finden Sie deshalb auch Nachbauten, die als „kompatibel mit Dickert“ angeboten werden. Für die Auswahl gelten dieselben vier Punkte. Zur Frage Original oder Universal-Handsender hilft Universalfernbedienung: wie wählen.
Dickert Handsender mit Codierschalter: Code übernehmen
Haben Sie bereits einen funktionierenden Sender mit Codierschalter, müssen Sie laut Dickert nicht an den Empfänger. Ein elektronischer Lernvorgang ist nicht nötig: Der neue Sender wird nur so eingestellt wie der vorhandene.
- Das Gehäuse des vorhandenen Senders öffnen und die zehn Schalter des Codierschalters ablesen.
- Den neuen Sender gleicher Frequenz öffnen und die Schalter 1 bis 10 genau so einstellen.
- Am Tor testen.
Die häufigste Fehlerquelle nennt Dickert selbst: Achten Sie auf die Positionen ON und OFF, nicht auf „oben“ und „unten“. Eine Programmieranleitung eines österreichischen Torbauers für die 40-MHz-Sender AHS40-04 und MAHS40-04 ergänzt, warum: Bei älteren Handsendern ist die ON-Stellung oben, bei neueren unten. Wer nur die Hebelrichtung abschreibt, erzeugt einen anderen Code. Bei Empfängern mit Codierschalter, etwa älteren 40-MHz-Empfängern, lässt sich die Stellung auch am Empfänger ablesen.
Dickert Handsender am Empfänger einlernen
Ist an der Anlage noch kein Sender in Betrieb oder handelt es sich um Sender mit KeeLoq-Codierung, muss ein elektronischer Lernvorgang durchgeführt werden. Dickert beschreibt den typischen Ablauf so:
- Die Lerntaste am Funkempfänger kurz antippen. Die LED des Empfängers blinkt.
- Die Handsendertaste, die eingelernt werden soll, drücken und gedrückt halten.
- Die LED am Empfänger beobachten und die Taste halten, bis die LED blinkt oder flackert.
- Die Handsendertaste loslassen. Mit der nächsten Betätigung funktioniert der Sender.
Zwei Einschränkungen aus derselben Quelle: Langes Gedrückthalten der Lerntaste führt in der Regel zum Löschen des kompletten Speichers. Und der genaue Ablauf, besonders bei verschiedenen Betriebsarten, hängt vom jeweiligen Empfänger ab; er steht deshalb in der Anleitung des Empfängers, nicht in der des Senders. Dickert-Empfänger sitzen als Steckmodul in der Torsteuerung oder als separates Gerät; wo die Lerntaste ist, zeigt die Anleitung Ihrer Anlage. In Wohnanlagen und Tiefgaragen ist das Sache der Hausverwaltung, siehe Handsender im Mehrfamilienhaus und in der Tiefgarage.
Wenn es nicht klappt
- Frequenz oder Codierung passen nicht: siehe die vier Punkte oben.
- Lerntaste zu lang gehalten: Dann ist womöglich der ganze Speicher leer, und alle Sender müssen neu eingelernt werden.
- Schalter nach Hebelrichtung abgeschrieben: Beschriftung ON und OFF vergleichen.
- Batterie: Zeigt der Sender beim Tastendruck keine Reaktion mehr, zuerst die Batterie tauschen; siehe Batterie in der Garagentor-Fernbedienung wechseln.
Mehr Fehlerquellen listet Handsender anlernen funktioniert nicht; reagiert das Tor auch auf funktionierende Sender nicht, hilft Handsender funktioniert nicht. Die markenübergreifende Anleitung ist Fernbedienung programmieren.
Statt eines weiteren Dickert-Senders: kopieren
Für 18 Dickert-Modelle mit 433 und 868 MHz gibt es eine Alternative zum Original-Ersatz: den vorhandenen Sender kopieren. Das setzt einen funktionierenden Original-Handsender voraus; die Programmieranleitung des Torbauers betont das für Dickert ausdrücklich, ob mit oder ohne Codierschalter.
1Control WHY: vier Sender in einem
1Control WHY ist ein Universal-Handsender mit vier Tasten, der über 800 Modelle zwischen 433 und 868 MHz kopiert, Festcode wie Rolling Code. Für Dickert führt der 1Control-Katalog die Serien S5, S10 und S20 (AL und AK, mit Ausnahme des S5-868-AK), HS-868, MAHS433, IAMS 433, IS-433 und IS-868 als kopierbar. Die Kopie folgt der WHY-Anleitung:
- Taste 1 von WHY halten und gleichzeitig 4× Taste 2 drücken, bis die rote LED blinkt. Tasten loslassen.
- Die Taste des Dickert-Senders 3–4 Sekunden drücken und loslassen.
- Sobald die rote LED wieder blinkt, dieselbe Taste erneut 3–4 Sekunden drücken und loslassen.
- Blinkt die grüne LED schnell, die WHY-Taste drücken, auf der der Sender liegen soll.
- Bei Festcode (L, HS-868, MAHS433, IS): am Tor testen, fertig. Bei KeeLoq (AK) und beim HS-868-21: die kopierte WHY-Taste wie einen neuen Sender über die Lerntaste am Empfänger einlernen.
WHY nimmt auf seinen vier Tasten bis zu vier Tore auch verschiedener Marken auf; die Originale funktionieren weiter, eine App ist nicht nötig. Die 27- und 40-MHz-Sender (AHS, MAHS27, MAHS40, FHS) kopiert WHY nicht. Für sie ist 1Control QZERO gedacht, der Kopierer für Quarzsender; prüfen Sie Ihre Bezeichnung vor dem Kauf in der QZERO-Liste. Verbindlich für WHY ist die WHY-Kompatibilitätsliste.

Brauchen Sie einen weiteren Dickert-Handsender?
Sehen Sie nach, welche Dickert-Modelle sich auf 1Control WHY kopieren lassen: Steht Ihrer auf der Liste, kopieren Sie ihn selbst vom funktionierenden Handsender. Die Originale funktionieren weiter. Einmaliger Kauf ohne Abo.
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1Control SOLO: das Tor per Smartphone öffnen
1Control SOLO wird in Tornähe befestigt, ohne Kabel und ohne Eingriff an der Steuerung, kopiert einmalig das Signal Ihres Dickert-Senders und öffnet das Tor per 1Control App über Bluetooth, ohne Internet am Tor. Bei Festcode-Sendern ist danach nichts weiter zu tun; bei KeeLoq-Sendern führt Sie die App zum Schluss an den Empfänger, um SOLO über die Lerntaste freizugeben. Verbindlich ist der SOLO-Kompatibilitäts-Check; steht Ihr Sender nicht darin, wird SOLO KIT per Kabel an den Tastereingang der Steuerung angeschlossen und kommt ohne Kopie aus.
Statt für jedes Familienmitglied einen weiteren Sender zu kaufen, bekommen Familie und Gäste den Zugang kostenlos per Telefonnummer, auf Wunsch mit Zeitfenstern und Ablaufdatum. Ein SOLO steuert bis zu vier Tore, auch markengemischt, und mit 1Control LINK, der Bluetooth-Brücke, öffnet das Tor auch aus der Ferne und per Sprachbefehl. Den Ablauf zeigt Fernbedienung auf das Handy kopieren; einen Überblick gibt Garagentor mit dem Handy öffnen.
Häufige Fragen
Welcher Dickert Handsender passt zu meinem Tor?
Der, dessen Frequenz, Codierung und Tastenzahl mit dem vorhandenen Sender übereinstimmen. Die Daten stehen auf dem Typenschild im Batteriefach, etwa S10-433A1L00 (433 MHz, eine Taste, LinearCode) oder MAHS40-01; bei alten AHS-Sendern ist die Frequenz auf den Quarz der Platine gedruckt. Ein K in der Bezeichnung steht für KeeLoq-Rolling-Code, ein L für LinearCode beziehungsweise Codierschalter.
Wie lerne ich einen Dickert Handsender ein?
Bei Sendern mit Codierschalter die zehn Schalter so einstellen wie im vorhandenen Sender, dabei auf ON und OFF achten, nicht auf oben und unten; ein Lernvorgang ist nicht nötig. KeeLoq-Sender werden eingelernt: Lerntaste am Empfänger kurz antippen, die LED blinkt, Handsendertaste halten, bis die LED blinkt oder flackert, dann loslassen. Langes Halten der Lerntaste löscht in der Regel den ganzen Speicher.
Kann ich den Dickert Handsender kopieren?
Ja, 18 Modelle mit 433 und 868 MHz stehen im 1Control-Katalog als kopierbar, darunter die Serien S5, S10 und S20, HS-868, MAHS433 und IS-433: auf den Universal-Handsender 1Control WHY oder mit 1Control SOLO aufs Smartphone. Bei KeeLoq-Sendern wird die Kopie danach am Empfänger eingelernt. Für die 27- und 40-MHz-Sender ist QZERO vorgesehen.
Was tun mit einem alten Dickert-Sender auf 40,685 MHz?
Ersatz muss exakt 40,685 MHz haben und die Codierung über DIP-Schalter übernehmen, zum Beispiel ein MAHS40 oder AHS40 mit derselben Tastenzahl. Die Schalterstellung vom alten Sender abschreiben, auf ON und OFF achten. Kopieren lässt sich ein 40-MHz-Sender nicht mit WHY oder SOLO, sondern nur mit QZERO, wenn das Modell in der QZERO-Liste steht.
Fazit
Den richtigen Dickert Handsender findet, wer das Typenschild lesen kann: Frequenz, Codierung und Tastenzahl, bei alten Sendern der Aufdruck auf dem Quarz. Sender mit Codierschalter übernehmen die Stellung des alten, KeeLoq-Sender lernt man über die Lerntaste am Empfänger ein. Und bei 18 Modellen mit 433 und 868 MHz muss es kein weiterer Original-Sender sein: Kopieren Sie den vorhandenen auf 1Control WHY oder mit 1Control SOLO aufs Smartphone; für die Quarzsender gibt es QZERO.
