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Was ist Rolling Code? Der Unterschied zum Festcode erklärt

Anleitungen Veröffentlicht am 13.10.2026 7 Min. Lesezeit von 1Control
Hand mit Handsender vor einem Tor: Unterschied zwischen Rolling Code und Festcode

Kurz gesagt. Ein Handsender mit Festcode sendet immer denselben Code; ein Handsender mit Rolling Code (Wechselcode) sendet bei jedem Tastendruck einen neuen Code, den ein Algorithmus erzeugt und nur der Empfänger des Tores prüfen kann. Die Frequenz allein verrät nicht, welches System Sie haben: Dafür brauchen Sie Marke und Modell. Mit diesen beiden Angaben zeigt die Kompatibilitätsprüfung, ob Ihr Handsender auf 1Control WHY übertragen werden kann.

  • Festcode: oft mit DIP-Schaltern im Handsender eingestellt, einfacher zu übernehmen.
  • Rolling Code: sicherer; nur übertragbar, wenn die Codefamilie unterstützt wird.
  • Quarz-Handsender unter 50 MHz: fast immer Festcode, dafür gibt es QZERO.

Wer einen zweiten Handsender für Tor oder Garagentor sucht, stößt schnell auf zwei Begriffe: „Festcode“ und „Rolling Code“. Vom Unterschied hängt fast alles ab: wie sicher die Anlage ist, ob ein Universal-Handsender den Code übernehmen kann und ob danach der Empfänger beteiligt werden muss. Hier lesen Sie, wie beide Systeme funktionieren, wie Sie sie ohne Werkzeug unterscheiden und was sich wirklich übertragen lässt.

Festcode: bei jedem Tastendruck derselbe Code

Beim Festcode sendet jede Taste eine Folge, die sich nie ändert. Der Empfänger des Tores vergleicht sie mit den gespeicherten Codes und steuert bei Übereinstimmung den Antrieb. Der Code wird auf zwei Arten festgelegt:

Der Vorteil ist die Einfachheit: Eine originalgetreue Kopie des Signals öffnet genau wie das Original. Der Nachteil ist derselbe: Wer dieses Signal aufzeichnet, könnte es wiederholen. Deshalb findet man Festcode heute vor allem bei älteren Anlagen und bei Quarz-Handsendern mit niedriger Frequenz.

Was bedeutet Rolling Code?

Ein Rolling-Code-Handsender (auch Wechselcode oder Hopping Code genannt) enthält einen Zähler und einen geheimen Schlüssel. Bei jedem Tastendruck zählt der Zähler weiter, und ein Algorithmus berechnet einen neuen Code. Der Empfänger kennt den Schlüssel und den Zählerstand, weiß also, welche Codes zu erwarten sind, und akzeptiert nur solche, die auf den zuletzt empfangenen folgen, innerhalb eines Toleranzfensters. Ein bereits verwendeter Code wird verworfen.

Daraus folgen drei praktische Punkte:

Jeder Hersteller hat eigene Familien: Nice zum Beispiel trennt die Handsender FLO (Festcode) von FLOR (Rolling Code), und FAAC nennt seine Wechselcode-Technik SLH. Hörmann BiSecur ist ein bidirektionales, verschlüsseltes System und ein Fall für sich.

Festcode oder Rolling Code: so erkennen Sie Ihren Handsender

Den Steuerungskasten müssen Sie nicht öffnen. Der Handsender in der Hand und ein paar Minuten reichen:

  1. Etikett lesen. Auf der Rückseite oder im Batteriefach stehen Marke, Modell und oft die Frequenz (433,92 MHz, 868 MHz, 30,875 MHz …). Entscheidend ist das Modell.
  2. Batteriefach öffnen. Sehen Sie eine Reihe kleiner nummerierter Schalter (DIP-Schalter), ist der Handsender fast sicher ein Festcode-Sender.
  3. Modellnamen ansehen. Buchstaben wie „R“, „RC“, „rolling“ oder der Name der Herstellertechnik deuten oft auf Wechselcode hin.
  4. Modell in der Prüfung suchen. Die Kompatibilitätsprüfung für WHY und QZERO kennt mehr als 800 Modelle und zeigt, ob Ihres übertragbar ist und mit welchem Produkt.
  5. Im Zweifel die Anleitung. Die Anleitung von Empfänger oder Handsender beschreibt, wie neue Sender hinzukommen: Ist dafür eine Prozedur am Empfänger oder über einen „Master“-Sender nötig, ist es fast immer Wechselcode.

Zwei Hinweise, die nicht funktionieren: die Frequenz (bei 433,92 MHz gibt es Festcode und Rolling Code) und Farbe oder Blinken der LED, die meist nur Senden und Batteriestand anzeigen.

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Frequenz und Codierung sind nicht dasselbe

Die Frequenz sagt, auf welchem Funk-„Kanal“ das Signal läuft; die Codierung sagt, wie die Nachricht aufgebaut ist. Zwei Handsender mit 433,92 MHz können sich überhaupt nicht verstehen: einer mit Festcode und einer mit Rolling Code, oder zwei Rolling Codes verschiedener Familien. Deshalb bedeutet „433 MHz kompatibel“ ohne Modell nichts.

FrequenzÜbliche CodierungenÜbertragung mit 1Control
15-50 MHz (Quarz: 26, 30, 40 MHz …)fast immer FestcodeQZERO, Modelle aus dem Katalog
von etwa 300 bis 868 MHz (433,92 und 868 MHz am häufigsten)Festcode und Rolling CodeWHY, Modelle aus dem Katalog

Steht die Frequenz nicht auf dem Etikett, finden Sie sie in der Anleitung oder über Marke und Modell in der Prüfung. Weitere Auswahlkriterien stehen im Ratgeber Universalfernbedienung: wie wählen.

Was sich übertragen lässt, und womit

Festcode. Der einfachste Fall: WHY liest das Signal des Originals und gibt es wieder. Für Quarz-Handsender zwischen 15 und 50 MHz ist QZERO das richtige Produkt, es übernimmt genau diese Frequenzen.

Rolling Code. WHY übernimmt auch viele Rolling Codes: die der Familien im Katalog, nicht jeden beliebigen. Bei manchen Empfängern muss WHY nach der Übertragung zusätzlich an der Steuerung freigegeben werden, mit derselben Prozedur wie für einen neuen Handsender; die vorhandenen Sender werden dabei weder gelöscht noch verändert. Braucht Ihre Anlage diesen Schritt, hilft der 1Control-Support anhand eines Fotos der Steuerung.

Hörmann BiSecur. HS-BS-Handsender sind mit WHY kompatibel; zum Öffnen per Handy braucht es SOLO BS.

Zwei Dinge gelten immer: Die Übertragung deaktiviert das Original nicht, es funktioniert weiter, und WHY hat vier Tasten, kann also Handsender verschiedener Marken, Codierungen und Frequenzen vereinen. Der Ablauf hängt vom Modell ab: Schritt-für-Schritt-Anleitungen finden Sie in den WHY-Anleitungen. Wenn Sie lieber das Smartphone statt eines Handsenders nutzen, lesen Sie, wie die Fernbedienung aufs Handy kommt.

Rolling Code und Sicherheit: was sich wirklich ändert

Rolling Code wurde entwickelt, damit ein aufgezeichnetes Signal nicht wiederverwendet werden kann. Deshalb nutzen ihn fast alle neueren Anlagen, und deshalb kann ein Universal-Handsender nicht „jeden“ Rolling Code übernehmen: Er muss die Familie kennen, und der Original-Handsender muss in Ihrer Hand sein.

Festcode ist nicht per se „unsicher“, schützt aber weniger. Arbeitet Ihr Tor noch mit DIP-Schalter-Handsendern und beunruhigt Sie das, sprechen Sie mit Ihrem Installateur: Er kann den Empfänger erneuern. In einer Wohnanlage entscheidet die Hausverwaltung.

Eine Regel gilt für beide Codierungen: Übertragen Sie nur Handsender, die Sie benutzen dürfen, und lassen Sie einen verlorenen Sender aus dem Speicher des Empfängers löschen.

Festcode und Rolling Code im Überblick

FestcodeRolling Code
Gesendeter Codeimmer gleichändert sich bei jedem Tastendruck
ErkennungsmerkmalDIP-Schalter, ältere Anlagen, QuarzName der Herstellertechnik, Hinzufügen am Empfänger oder per Master-Sender
Sicherheitgeringerhöher
Übertragung auf WHYja, wenn das Modell im Katalog istja, nur für die Familien im Katalog
Nach der Übertragungfunktioniert sofortmuss manchmal am Empfänger freigegeben werden

Brauchen Sie den Handsender für eine Parkplatzschranke, erklärt der Ratgeber zur Fernbedienung für Schranken, wie Sie Marke und Frequenz bestimmen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Rolling Code?

Rolling Code ist eine Codierung, bei der der Handsender bei jedem Tastendruck einen neuen Code sendet, berechnet aus einem Zähler und einem geheimen Schlüssel. Der Empfänger akzeptiert nur Codes, die auf den zuletzt empfangenen folgen, eine aufgezeichnete Übertragung ist also nutzlos.

Kann man Rolling Code kopieren?

Ja, wenn der Handsender zu einer unterstützten Familie gehört. 1Control WHY übernimmt mehr als 800 Modelle mit Festcode und Rolling Code; bei manchen Empfängern muss WHY danach an der Steuerung freigegeben werden. Es gibt keinen Handsender, der alle Rolling Codes übernimmt.

Woran erkenne ich, ob mein Handsender Rolling Code hat?

Lesen Sie Marke und Modell auf dem Etikett und suchen Sie sie in der Kompatibilitätsprüfung von 1Control. Gibt es DIP-Schalter im Batteriefach, ist es Festcode. Die Frequenz allein reicht nicht: Bei 433,92 MHz gibt es beide Codierungen.

Sind alle Handsender kompatibel?

Nein. Zwei Handsender passen nur zusammen, wenn Frequenz und Codierung übereinstimmen. Ein Universal-Handsender wie WHY übernimmt die Modelle aus seinem Katalog, deshalb steht vor dem Kauf immer die Prüfung des Modells.

Wo finde ich die Frequenz meines Garagentoröffners?

Meist auf dem Etikett des Handsenders oder im Batteriefach, zum Beispiel 433,92 MHz, 868 MHz oder 40,685 MHz. Sonst steht sie in der Anleitung, oder Sie ermitteln sie über Marke und Modell in der Kompatibilitätsprüfung.

Was nehme ich für einen Quarz-Handsender mit 30 oder 40 MHz?

Quarz-Handsender zwischen 15 und 50 MHz übernimmt WHY nicht: Für diese Frequenzen gibt es 1Control QZERO. Prüfen Sie das Modell vor dem Kauf in der Kompatibilitätsprüfung für WHY und QZERO.

Fazit

Festcode und Rolling Code unterscheiden sich darin, wie der Code entsteht, nicht in der Frequenz. Um zu wissen, welches System Sie haben und ob es übertragbar ist, brauchen Sie Marke und Modell des Handsenders: Damit zeigt die Prüfung in Sekunden, ob WHY, QZERO oder keines von beiden passt. Wenn Sie noch den passenden Handsender-Typ suchen, beginnen Sie mit dem Ratgeber zur Universalfernbedienung fürs Tor.

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